Weil es draußen sehr kalt war, genossen die kfd-Frauen das gemütliche Zusammensein im Wintergarten. Vorher wurde aber noch ein Rundgang durch den Garten, mit den zurzeit wunderbar blühenden Rosen gemacht. Mit Erdbeerkuchen und Kaffee wurde die Runde eröffnet.

Am 21. März war der „Tag der Poesie“. Das Thema wurde aufgegriffen und einige Frauen hatten ihr altes Album mitgebracht. Ab 1952 gab es die ersten Eintragungen von Eltern, Geschwistern und Freundinnen. Auch Lehrer und Lehrerinnen schrieben in das Büchlein. Besonders freute man sich über die Glanzbilder, die auf die freie Seite geklebt wurden. Die Frauen erfuhren, dass seit 1830 bis 1850 die ersten Poesiealben im Umlauf waren. Natürlich wurde von entsprechenden Lehrern berichtet oder auch von besten Freundinnen, wobei selbst der Name nicht mehr an die gemeinsame Schulzeit erinnerte. Es war ein lebhafter, interessanter Nachmittag. Festgestellt wurde, dass einige Sprüche immer wiederkehren:

„Sei wie das Veilchen im Moose, bescheiden sittsam und rein und nicht wie die stolze Rose, die immer bewundert will sein“.

Alle waren sich einig, dass die Freundschaftsbücher der Gegenwart nicht die Alben ersetzen. Es ist ein großer Unterschied, ob man eine leere Seite füllt, oder formulierte Fragen beantwortet.