Herzlich willkommen in der Maria – Hilfe der Christen. Diese Seite bietet einen Überblick über unsere Gemeinde vor Ort. Sie finden hier die Kontaktdaten des Pfarrbüros, Informationen zu Gruppen und Kreisen sowie zu den Gremien, die das Gemeindeleben mitgestalten. Darüber hinaus stellen wir unsere Kirche, ihre Ausstattung und Hintergründe zur Geschichte und Entwicklung der Gemeinde vor. Wer weiterstöbern möchte, findet auf dieser Website insgesamt noch viele weitere Informationen rund um Gottesdienste, Veranstaltungen und das Leben in unserer Pfarreiengemeinschaft.

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Lust dabei zu sein?

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Nach der Reformation gab es im protestantisch geprägten Ostfriesland lange Zeit keine römisch-katholischen Kirchengemeinden mehr. In Wiesmoor entstand erst nach dem Zweiten Weltkrieg eine katholische Gemeinde, als viele katholische Gläubige aus Polen infolge von Zwangsumsiedlungen in der aufstrebenden Moorkolonie eine neue Heimat fanden. 1949 wurde ein Seelsorger ordiniert, um die weit verstreuten Katholiken zu betreuen. Das moderne Gotteshaus „Maria, Hilfe der Christen“ wurde 1953 errichtet und sollte den zugezogenen katholischen Familien eine kirchliche Heimat bieten.

Die römisch-katholische Kirchengemeinde „Maria – Hilfe der Christen“ verdankt ihre Entstehung ursprünglich polnischen Gastarbeitern. Bereits 1913 wurde für sie im heutigen Ortsteil Hinrichsfehn eine Kirche errichtet, die auch als Lagerkirche für Strafgefangene katholischen Glaubens diente. Während des Ersten Weltkrieges wurden hier zusätzlich katholische Kriegsgefangene betreut.

Diese erste Kirche wurde bis Mitte der 1930er Jahre genutzt. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges führte der Zustrom katholischer Flüchtlinge und Heimatvertriebener aus Schlesien und Polen zum Bau einer neuen Kirche. 1949 wurde ein Seelsorger ordiniert, um die weit verstreuten Katholiken zu einer Gemeinde zusammenzuführen. Zunächst stand der katholischen Gemeinde die evangelische Kirche für Gottesdienste offen.

1953 wurde die neue Kirche „Maria – Hilfe der Christen“ errichtet, die bis 1990 als selbstständige Pfarrkirche geführt wurde. Der Priestermangel führte dazu, dass die Wiesmoorer Gemeinde seit 1990 von der St.-Ludgerus-Pfarrei in Aurich mitversorgt wird. 2002 wurde die katholische Gemeinde Wiesmoor Teil der Pfarreiengemeinschaft Neuauwiewitt.

Heute werden über 1000 eingetragene Katholiken von den Seelsorgern betreut.

Der schlichte Kirchenraum wird dominiert von einem beeindruckenden Altarbild mit dem Titel „Raumzeit“, das 1975 von der Künstlerin Ruth Landmann aus Osnabrück geschaffen wurde. Das Werk ist inspiriert von dem Theologen und Naturwissenschaftler Teilhard de Chardin und stellt die Geschichte der Erde und der Menschheit unter dem Einfluss Gottes dar.

Das Altarbild gliedert sich in zwei ineinander greifende Rundflächen, die verschiedene Zeiträume symbolisieren. Der erste Zeitraum zeigt die Entwicklung der Erde: das Dunkelbraun weist auf das Festwerden der Erde hin, das Grün auf die Entwicklung des Lebens mit seinen Abbrüchen und Neuanfängen. Höhepunkt dieser Entwicklung ist der Mensch.

Im kleinen Kreis am Schnittpunkt der beiden großen Flächen ist die Menschwerdung Gottes dargestellt – Christus, geboren von der Jungfrau Maria. Er führt die Menschheit in einen neuen Zeitabschnitt ein, der von Licht durchstrahlt wird. Feuerflammen symbolisieren den Geist Gottes, der überall hindringt und alles erneuert.

Eine rote Straße durchzieht wie ein roter Faden die ganze Entwicklung und verbindet Alpha und Omega miteinander. Sie ist wie eine Schlagader vom göttlichen Leben durchströmt und zeigt, dass der Mensch von Anfang an in Verbindung mit Gott steht. Das Kreuz gibt dieser Straße den Weg frei und öffnet das letzte Rund, in dem das ewige Leben Wirklichkeit wird.

Ergänzt wird das Altarbild durch die Reliefs des Kreuzwegs an den Seitenwänden, die vom Ehemann der Künstlerin gestaltet wurden.

In der kleinen Seitenkapelle finden Besucher die Madonna, die Schutzpatronin der Kirche, vor der sie persönliche Anliegen vortragen oder eine Kerze anzünden können.

Die Heilige Messe wird regelmäßig gefeiert: jeden Sonntagmorgen um 9:00 Uhr, am ersten Samstag des Monats um 17:00 Uhr sowie donnerstags um 19:00 Uhr. Die Kirche ist zusätzlich jeden Mittwochvormittag und Donnerstagnachmittag für Besucher geöffnet.