Sonntagsgruß von Dennis

Mit Offenheit auf neuen Strecken

das Evangelium dieses Sonntags (Mt 13,44–52) erzählt von einem Schatz im Acker, von einer kostbaren Perle und von einem Netz, das alles Mögliche einfängt. Es sind Bilder für das Reich Gottes – und sie haben alle etwas gemeinsam: Es geht um die Bereitschaft, sich einzulassen. Auf etwas Wertvolles. Auf etwas, das man nicht ganz planen kann. Auf etwas, das Mut braucht.

Während ihr diesen Gruß lest, bin ich selbst mitten in so einer Erfahrung: beim „Rad am Ring“ auf dem Nürburgring. Gemeinsam mit einem Vierer-Team stelle ich mich einem 24-Stunden-Rennen. Eine ganz neue Herausforderung für mich. Ich kenne nur Einen, der aber in einem anderen Team fährt. Ich fahre mit drei anderen, denen ich Freitag das erste Mal begegne. Vieles ist ungewohnt, und ja – ich bin nervös und angespannt.

Ich lasse mich auf etwas ein, dessen Ausgang ich nicht kenne. Werde ich die Strecke gut schaffen? Ich glaube schon. Wie schnell ich sein werde? Keine Ahnung. Wie oft wir als Team die Runde fahren werden? Das wird sich erst am Sonntag zeigen.

Vielleicht kennt ihr solche Situationen auch: Momente, in denen man sich auf Neues einlässt, ohne alles im Griff zu haben. Momente, in denen Vertrauen gefragt ist.

Die Bilder Jesu machen Mut dazu. Der Schatz im Acker wird nicht durch Kontrolle gefunden, sondern durch Offenheit. Die kostbare Perle entdeckt nur, wer sucht und bereit ist, alles andere loszulassen. Und das Netz erinnert daran: Unser Leben ist vielfältig, nicht alles ist planbar – aber Gott ist mitten darin.

Vielleicht ist genau das der Schlüssel: sich einzulassen. Auf den Weg. Auf das Unbekannte. Auf das, was Gott uns zeigt.

Ich wünsche euch an diesem Wochenende den Mut, Neues zu wagen, Vertrauen zu fassen und die kleinen und großen Schätze in Ihrem Leben zu entdecken.

Sportliche Grüße – vom Nürburgring,

Dennis