Nicht stehen bleiben

Liebe NeuAuWieWittler, liebe Gäste,

was für ein Wochenende.

 

Heute haben wir Erstkommunion mit Taufe gefeiert. Acht Kinder, viele aufgeregte Familien, festliche Kleidung, jede Menge Fotos und mindestens genauso viele Emotionen. Es sind diese Tage, an denen man spürt, warum Kirche manchmal etwas sehr Schönes sein kann.

Und als wäre das nicht genug gewesen, hatte heute auch noch eine meiner Töchter Geburtstag. Das führt mir jedes Jahr aufs Neue vor Augen, wie schnell die Zeit vergeht. Irgendjemand muss heimlich am Kalender drehen.

Morgen steht dann für mich noch der Gorch-Fock-Lauf an. Während Ihr das hier lest, versuche ich wahrscheinlich gerade meinen Körper davon zu überzeugen, dass Laufen doch eigentlich eine großartige Freizeitbeschäftigung ist.

 

In dieser Woche hatten wir außerdem Pfarrgemeinderatssitzung. Dort wurde engagiert diskutiert. Wie das in der Kirche eben so ist. Und je länger ich dabei bin, desto mehr stelle ich fest: Hinter vielen Diskussionen steckt oft etwas ganz anderes als das Thema selbst.

Es geht häufig um Erinnerungen. Um Vertrautes. Um die Dinge, mit denen wir groß geworden sind. Um das, was uns Heimat gibt.

Das kann ich gut verstehen. Mir geht es an vielen Stellen genauso.

 

Gleichzeitig habe ich heute auf die Erstkommunionkinder geschaut. Auf Kinder, die ihre eigenen Erinnerungen an Kirche erst noch sammeln werden. Die irgendwann vielleicht selbst sagen: „Weißt du noch damals?“

Irgendwie gehört beides zusammen. Dankbar auf das schauen, was war. Und neugierig bleiben auf das, was kommt.

Vielleicht ist genau das eine der schönsten Aufgaben, die wir als Gemeinde haben: Nicht zwischen Vergangenheit und Zukunft wählen zu müssen, sondern beides miteinander zu verbinden.

 

Nun wünsche ich Euch und einen schönen Sonntag, einen guten Start in die neue Woche und allen, die morgen ebenfalls irgendwo unterwegs sind, genügend Ausdauer bis ins Ziel.

 

Herzlichst

Euer Daniel