Sonntagsgruß von Andreas

Der Papst, die KI und die Arbeit, die ich nicht abgab

Ehrlich? Mein erster Impuls war: Lass doch die KI diesen Sonntagsgruß schreiben. Thema eingeben, machen lassen, fertig. Pünktlich, fehlerfrei, vermutlich mit besserer Rechtschreibug als meiner.

Dann las ich, dass Papst Leo XIV. seine allererste Enzyklika genau diesem Thema gewidmet hat – der Künstlichen Intelligenz. Ausgerechnet ein Papst! Man stellt sich ja eher Weihrauch als WLAN vor.

Aber Leo ist erstaunlich entspannt drauf. Kein erhobener Zeigefinger, kein „früher war alles besser“. Er sagt: Technik kann heilen, verbinden, bilden. Klingt nach einem, der sein Handy selbst bedienen kann.

Sein Punkt ist ein anderer: Der Mensch ist kein Datensatz. Keine Funktion. Keine Verwertungseinheit mit Puls. Und genau das kann die schlaueste Maschine eben nicht – einen Menschen wirklich meinen.

Und dann ein Satz, der hängenbleibt: Wir sollen die Werkzeuge benutzen – und nicht selbst zu Werkzeugen werden. Heißt im Klartext: Wer hat hier eigentlich das Sagen? Ich, der die Maschine arbeiten lässt? Oder am Ende die Maschine, die mich arbeiten lässt? Beunruhigend gute Frage für einen, der die Arbeit gerade fast abgegeben hätte.

Also habe ich es dann doch selbst getippt. Manches muss ein Mensch sagen – mit Tipppfehlern und mit Herz.

Einen gesegneten Sonntag, Andreas Robben