Ich liebe Geschichten, die davon erzählen, dass Menschen mutig werden, ihren eigenen Weg finden, Neues wagen und miteinander und aneinander wachsen.
Vielleicht ist deshalb eine meiner Lieblingsgeschichten die Pfingstgeschichte aus der Bibel.
In der Apostelgeschichte wird erzählt, dass sich die Jünger:innen 50 Tage nach Jesu Auferstehung, in einem Haus versammeln. Mutlos, verlassen, traurig wie sie sind, wissen sie nicht, wie es weitergehen kann.
Und da passiert plötzlich etwas Unerwartetes, das sich schwer in Worte fassen lässt. Wie durch einen frischen Wind, der durch einen Raum fährt, ändert sich ihre resignative Sicht der Lage. Sie spüren miteinander Kraft, Zuversicht und Mut. Im Nachhinein benutzen die Jünger:innen Sprachbilder, um das Geschehene für die fassbar zu machen, die es nicht miterlebt haben: Diese Kraft beschreiben sie als Brausen des Windes und als Feuerzungen.
Unglaublich, sie fühlen sich getröstet, ermutigt und begeistert, trauen sich, öffentlich von Gott und Jesu Auferstehung zu erzählen. Fremde Menschen begreifen, was die Freund:innen Jesu berichten und bezeugen. Auch diejenigen, die andere Sprachen sprechen, verstehen die Botschaft, »Jesus ist auferstanden!«
So unterschiedlich die Versammelten auch sind, so verbunden sind sie untereinander. Petrus deutet diese Erfahrung: was alle gerade erleben, ist die Wirkung der Geistkraft Gottes.
Mich berührt, dass Menschen hier über sich hinauswachsen.
Die Jünger:innen finden Worte, Mut und Vertrauen, weil sie merken: Sie sind getragen und können etwas bewegen. So entdecken, dass sie etwas bewegen können.
Ich bin vielleicht deshalb ein absoluter Pfingstfan, weil hier erzählt wird, wie Gottes Geistkraft Menschen groß macht und zu einem mehr an Leben führt. Sie schafft Raum, bricht enge Strukturen auf. Gott will das Leben, hier und jetzt für alles Geschaffene.
Pfingsten erzählt auch davon, dass Einheit nicht Gleichheit heißt. Im Gegenteil – die Verschiedenheit der Menschen ist kein Hindernis, sondern eine Bereicherung. Gottes Geistkraft öffnet Räume und neue Gemeinschaft entsteht.
An Pfingsten sind alle herzlich eingeladen, gemeinsam mit unseren evangelischen Glaubensgeschwistern das Verbindende zu feiern.
In unserer Pfarreiengemeinschaft findet am Pfingstsonntag um 11:00 Uhr ein ökumenischer Gottesdienst am Georgswall in Aurich statt.
Am Pfingstmontag feiern wir zwei weitere ökumenische Gottesdienste: in Wittmund an der Peldemühle und in Neustadtgödens an der Wedelfeldmühle jeweils um 11:00 Uhr. Herzliche Einladung dazu!
In diesem Sinne wünschen wir im Namen des gesamten Pastoralteams:
„Frohe Pfingsten!“
Kerstin Kröger
Liebe Mitglieder unserer Pfarreiengemeinschaft, liebe Gäste,
viele von Ihnen haben den Jahrespfarrbrief als wertvolle Tradition geschätzt. Auch wenn wir diesen besonderen Brauch nicht fortführen können, laden wir Sie ein, sich auf die neuen Möglichkeiten einzulassen, die wir mit „Moin Gott“ für Sie geschaffen haben.
Auf unserer Webseite finden Sie aktuelle Berichte, Veranstaltungen und spirituelle Impulse. Zusätzlich bleiben wir über Instagram, unsere WhatsApp-Community und Facebook mit Ihnen in Verbindung.
Mit „Moin Gott“ möchten wir Ihnen die Möglichkeit geben, das Leben unserer Gemeinschaft immer dabei zu haben. Lassen Sie sich inspirieren und erleben Sie, wie wir Tradition und modernes Leben verbinden.
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