Stellt euch vor: Hochzeit, großes Fest, alles läuft. Tanz, Lachen, Gespräche, gute Laune. Und dann der Super-GAU: der Wein ist alle. Damals nicht nur peinlich, sondern eine echte Blamage auf Jahre.
Und wer merkt’s als Erste? Nicht der Bräutigam, nicht der Trauzeuge, nicht der Caterer. Sondern Maria. Sie hat das Auge für sowas. Sie geht zu ihrem Sohn und sagt nur drei Worte: „Sie haben keinen Wein mehr.“ Kein Drama, keine Belehrung. Einfach hingestellt.
Jesus reagiert übrigens, wie Söhne so reagieren, wenn die Mutter etwas anstößt: „Was geht mich das an?“ Maria lässt sich davon kein bisschen beeindrucken. Sie wendet sich an die Bediensteten: „Tut, was er euch sagt.“ Und schwupp – aus Wasser wird Wein. Erstes Wunder. Punkt für Maria.
Was finde ich an diesem Menschen eigentlich toll?
Sie schaut hin, wo andere sich gerade noch ein Häppchen nachholen. Sie macht keine große Show daraus, sondern sagt einen Satz – und es passiert was. Sie traut ihrem Sohn etwas zu, auch wenn der erstmal mault. Und sie hat dieses Talent, andere ins Tun zu bringen, ohne sie zu schubsen.
Genau diese Maria mag ich. Nicht die ferne Heilige im Sternenkranz, nicht die Marmorfigur hinter Glas. Sondern die Frau, die auf einer Party den Wein-Notstand bemerkt. Die unter dem Kreuz nicht wegläuft. Die singt: „Er stürzt die Mächtigen vom Thron“ – und das war definitiv nicht als Schlaflied gemeint.
Mut. Augenmerk. Eine ruhige Stimme im richtigen Moment. Davon hätte ich gerne mehr im Leben.
Wenn euch also im Mai jemand mit „Marienmonat“ kommt: kein Stress. Stellt euch einfach diese Frau vor, wie sie auf der Hochzeit sitzt, eine Augenbraue hochzieht und mit drei Worten alles in Bewegung setzt. Eine, die man gerne dabeihat, die jedem Team gut tut.
Einen schönen Sonntag,
Andreas Robben
Liebe Mitglieder unserer Pfarreiengemeinschaft, liebe Gäste,
viele von Ihnen haben den Jahrespfarrbrief als wertvolle Tradition geschätzt. Auch wenn wir diesen besonderen Brauch nicht fortführen können, laden wir Sie ein, sich auf die neuen Möglichkeiten einzulassen, die wir mit „Moin Gott“ für Sie geschaffen haben.
Auf unserer Webseite finden Sie aktuelle Berichte, Veranstaltungen und spirituelle Impulse. Zusätzlich bleiben wir über Instagram, unsere WhatsApp-Community und Facebook mit Ihnen in Verbindung.
Mit „Moin Gott“ möchten wir Ihnen die Möglichkeit geben, das Leben unserer Gemeinschaft immer dabei zu haben. Lassen Sie sich inspirieren und erleben Sie, wie wir Tradition und modernes Leben verbinden.
Ihre Pfarreiengemeinschaft