Liebe Leserinnen und Leser,
Ich hoffe, Sie haben die Sonnenbrille und die Regenjacke gleichermaßen griffbereit, denn wenn uns der April eines gelehrt hat, dann, dass man sich auf nichts verlassen kann – außer vielleicht darauf, dass man grundsätzlich das falsche Outfit gewählt hat. Aber Rettung ist in Sicht: In der kommenden Woche klopft der Mai an die Tür, und mit ihm hoffentlich die stabile Wärme, auf die wir alle warten.
Schauen wir uns draußen um, gibt die Natur gerade richtig Gas. Alles blüht, die Vögel veranstalten ab fünf Uhr morgens lautstarke Gartenkonzerte, auch wenn mancher von uns um die Uhrzeit lieber noch die Schlummertaste drücken würde. Die Welt sieht einfach wieder lebendig aus. Dieses „Leben in Fülle“, das wir gerade draußen im Garten oder im Park beobachten können, ist übrigens auch das große Thema im Evangelium an diesem Sonntag.
In den Texten von Johannes (Joh 10, 1–10) spricht Jesus davon, dass er wie eine Tür ist oder wie ein Hirte, der seine Schafe beim Namen ruft. Und mit den Schafen sind wir gemeint. Auch wenn wir uns nicht immer direkt geschmeichelt fühlen, wenn wir mit Schafen verglichen werden. Sie gelten ja als, nun ja, ein bisschen schreckhaft und nicht gerade als die Raketenwissenschaftler des Tierreichs. Aber der Vergleich hat einen charmanten Kern. Ein Schaf weiß nämlich ganz genau, auf welche Stimme es hören muss.
In einer Welt, in der uns ständig irgendjemand etwas verkaufen will, in der das Handy ununterbrochen bimmelt und uns „Influencer“ erklären, wie wir unser Leben zu optimieren haben, ist das eine ziemlich beruhigende Botschaft. Jesus sagt nicht: „Hier ist ein 10-Punkte-Plan zur Selbstoptimierung.“ Er sagt: „Ich bin die Tür. Wer durch mich hineingeht, wird gerettet werden.“ Das ist kein kompliziertes theologisches Rätsel, sondern ein Angebot zum Durchatmen. Es geht darum, inmitten des ganzen Lärms die Stimme herauszufiltern, die es gut mit uns meint. Die Stimme, die uns nicht sagt, dass wir noch schneller, dünner oder reicher werden müssen, sondern die uns sagt: „Schön, dass du da bist. Komm erst mal zur Ruhe.“
Genau das wünsche ich Ihnen für die kommenden Tage: Genießen Sie die aufblühende Natur und ignorieren Sie ggf. die Heuschnupfen-Pollen so gut es geht. Lassen Sie sich vom Mai-Beginn ein Lächeln ins Gesicht zaubern und vertrauen Sie darauf, dass da jemand ist, der Ihren Namen kennt und Ihnen die Tür zu einem Leben in Fülle weit offen hält.
Ich wünsche Ihnen ein gesegnetes, sonniges und entspanntes Wochenende!
Markus
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