Vor ein paar Tagen waren wir auf der Dekanatspastoralkonferenz. Ein kurzer biblischer Impuls – und plötzlich stolpert man wieder über diese vielen Stellen, in denen davon erzählt wird, dass Jesus wirklich auferstanden ist. Nicht nur einmal. Immer wieder. Als müsste es uns eingeprägt werden. Damit wir es nicht vergessen.
Und genau das passiert ja: Ostern ist gefeiert, die Feiertage sind vorbei – und zack, der Alltag ist wieder da.
Deshalb: ein kleiner Blick zurück. Nicht, weil wir in Erinnerungen schwelgen wollen, sondern weil es gut tut, sich nochmal bewusst zu machen, was da eigentlich war.
Am Gründonnerstag wurde in Wiesmoor die Kirche kurzerhand umgebaut: Bänke raus, Tische und Stühle rein, eine lange Tafel mitten im Raum. Die Exodusfeier – als Kooperation von Kolpingsfamilie und Gemeinde – hat den Abend besonders gemacht. Gemeinsam essen, erzählen, glauben. Und mittendrin ein schöner Moment der Wertschätzung: Michael Fuchs und Sigi Fuchs wurden für 25 Jahre Mitgliedschaft geehrt.
In der Osternacht ging es dann vielerorts weiter mit dem, was Ostern ausmacht: zusammenkommen und bleiben. In Aurich zog es nach der Feier viele Menschen ins Bonihaus zur Agape – so viele, dass es fast wie ein zweiter Teil des Gottesdienstes wirkte. Es wurde gegessen, geredet, gelacht. Und eine Gruppe Jugendlicher hat kurzerhand einen Spieletisch eröffnet. Gesellschaftsspiele in der Osternacht – vielleicht entsteht da ja gerade etwas Neues.
Auch in Wittmund klang die Osternacht gemeinschaftlich aus. Zuvor wurde dort eine Messdienerin nach zehn Jahren Dienst verabschiedet – ein persönlicher und wertschätzender Moment. Am Ostersonntag ging es dann noch einmal ganz bodenständig weiter: mit der Ostereiersuche rund um die Kirche.
Und Neustadtgödens? Da braucht es gar keine großen Extras. Auch dort wurden richtig gute, stimmige Ostergottesdienste gefeiert – so wie überhaupt in allen unseren Gemeinden. Die Kar- und Ostertage waren geprägt von intensiven Feiern, vertrauten Ritualen und vielen Begegnungen.
Vielleicht ist genau das die eigentliche Pointe:
Ostern verschwindet nicht einfach. Es verändert nur die Form.
Nicht mehr Feiertag – aber trotzdem da.
Nicht mehr im Mittelpunkt – aber mitten im Leben.
Oder anders gesagt:
Diese vielen biblischen Erinnerungen an die Auferstehung – die brauchen wir heute genauso wie damals.
Damit wir nicht vergessen:
Da ist mehr.















Text: Daniel Gauda
Fotos: Peter Kirby, Maria Klein, Rita Meyer-Brunken, Daniel Gauda