Treffen der kfd am 8. September 2025

Nach der Sommerpause trafen sich die kfd-Frauen wieder in geselliger Runde. Bei einem leckeren Pflaumenkuchen wurde über die Ereignisse des Sommers berichtet und übergeleitet zum Thema des Nachmittags. Von langen Wanderungen oder Pilgerwegen konnte keine der Frauen berichten. Im Sommer ist es nahe liegend, hinaus in die Weite zu gehen. Die Frauen beschäftigten sich näher mit dem Thema: „Du führst mich hinaus in die Weite – vom Pilgern durchs Leben.“

Es begann mit einer kleinen Meditation. Danach wurde über das Pilgern im Allgemeinen, auch wie es in früheren Zeiten war, gesprochen. In der christlichen Religion wurde häufig in das „heilige Land“ gepilgert, später dann auch nach Rom. In der heutigen Zeit pilgern viele Menschen nach Santiago de Compostela zum Grab des hl. Jakobus. Wenn man in Deutschland einen Wegweiser mit einer Herzmuschel sieht, so ist das der Hinweis für diesen Pilgerweg. Man kann den Weg also in vielen Etappen gehen. Bei manchen ist eine Lebenskrise der Anstoß zum Pilgern, bei Anderen die Sehnsucht nach tieferen Erfahrungen, oder auch aus Abenteuerlust. Genaugenommen ist auch ein jedes Leben ein Pilgerweg. In einem echten Pilgerweg sind die Etappen deutlich eingezeichnet, wobei das Ziel klar ist. Im Alltag ist das nicht so, heute so wenig, wie vor zweitausend Jahren.

In Rom auf dem Gelände des Vatikans ist ein deutscher Friedhof, der Campo Santo Teutonico heißt. Dort gibt es etliche Grabsteine die davon Auskunft geben, dass die Menschen mit letzter Kraft ihr Pilgerziel Rom erreichten, die dann aber starben.

Ein ostfriesischer Pilgerweg führt von der Klosterstätte Ihlow nach Georgsheil und weiter nach Norden.

Das Gesprächsergebnis zeigte, dass weder der Weg noch das Ziel entscheidend sind, sondern die Weggefährten, die kommen und gehen. Zum Schluss wurde die Geschichte von den Fußspuren vorgelesen, in der es heißt, dass Gott uns in den schweren Stunden des Lebens getragen hat.

Text und Foto: Elsbeth Antony